Werner Bischof

29.06.-11.09.2016 München Kunstfoyer
Werner Bischof – Hommage zum 100. Geburtstag

Der Schweizer Magnum-Fotograf Werner Bischof arbeitete als Bildjournalist für die Magazine Life und Picture Post. Bis zu seinem frühen Tod 1954 entstand in nur wenigen Jahren ein vielschichtiges Werk. Im April 2016 jährte sich sein Geburtstag zum 100. Mal. Die Ausstellung im Kunstfoyer ist eine Hommage an das Lebenswerk von Werner Bischof.
https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/
kunstfoyer/werner-bischof…

Werner Bischof. Standpunkt

Rund 220 zeitgenössische Originalabzüge und Dokumente aus dem Werner Bischof Estate geben einen umfassenden Überblick über seine Studioarbeiten, seine Aufnahmen zu Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Asienreportagen und seine Bilder aus den USA und Südamerika. Die Kontaktbögen und Originalabzüge aus dem Estate werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Werner Bischof. Standpunkt. Hommage zum 100. Geburtstag. 29.06. - 11.09.2016

Die Ausstellung Werner »Bischof. Standpunkt« wurde von Marco Bischof (Werner Bischof Estate) und Isabel Siben (Leitung Kunstfoyer München) für das Kunstfoyer München kuratiert. Für den Werner Bischof Estate ist es die bislang bedeutendste Ausstellung, die über den Fotografen Werner Bischof konzipiert wurde, da zum ersten Mal zeitgenössische Originalabzüge gezeigt werden.

Werner Bischof (1916 –1954) machte sich mit faszinierenden Kompositionen aus Licht und Schatten schon früh als Studio- und Werbefotograf einen Namen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dokumentierte er als Fotojournalist das verwüstete Europa, die Flüchtlingsströme und die Vertriebenen. Seine Bilder schildern das Leid und die Zerstörungswut des Krieges.

Selbstporträt von Werner Bischof in seinem Studio. Zurich, Switzerland, 1940 © Werner Bischof / Magnum Photos
Selbstporträt von Werner Bischof in seinem Studio. Zurich, Switzerland, 1940 © Werner Bischof / Magnum Photos

Sein Motto lautete: »Es kommt nicht darauf an, aus der Fotografie wie im alten Sinne eine Kunst zu machen, sondern auf die tiefe soziale Verantwortung des Fotografen, der mit den gegebenen elementaren fotografischen Mitteln eine Arbeit leistet, die mit anderen Mitteln nicht zu leisten wäre.«

In diesem Sinne schuf Bischof Bilder, die zwar bittere Armut und tiefes Leid zeigen, doch auch Dokumente einer inneren Kraft und Willensstärke der abgebildeten Menschen sind. Die Oberflächlichkeit und Sensationslust des Redaktionsgeschäftes stießen ihn ab, dennoch wurde er meist in Krisengebiete entsandt.

In den wenigen Jahren seiner Tätigkeit setzte Werner Bischof neue Maßstäbe für Qualität und Ethik in der Fotografie. Ästhetisches Gefühl, elementare Formkraft und humanes Engagement verbanden sich bei ihm zu einer inneren Einheit:

»Es trieb mich hinaus, das wahre Gesicht der Welt kennen zu lernen. Unser gutes, gesättigtes Leben nahm vielen den Blick für die ungeheure Not außerhalb unserer Grenzen. «

Kunstfoyer – Versicherungskammer Kulturstiftung
Maximilianstraße 53, 80538 München
Öffnungszeiten täglich 9.00-19.00 Uhr
Eintritt frei! Kostenlose öffentliche Führungen!
https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/
kunstfoyer/werner-bischof…

Text: Pressemeldung zur Fotoausstellung im Kunstfoyer

Eine Bilderbuch-Biografie

Werner Bischof: StandpunktWerner Bischof:
Standpunkt

Leben und Schaffen des legendären Magnum-Fotografen.
Das Buch zum 100. Geburtstag mit Fotografien, Zeichnungen und Texten von Werner Bischof. Mit Beiträgen von Marco Bischof, Kristen Lubben und Fred Ritchin. Herausgegeben vom Werner Bischof Estate, Marco Bischof und Tania Samara Kuhn.
Scheidegger & Spiess; Zürich 2016
320 S., 390 farb. Abb, 31 cm x 26 cm
ISBN 978-3-85881-508-8, 77 Euro
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Ein Studienband im besten Sinne
Der großformatige Jubiläumsbildband verblüfft damit, dass hier zwischen berühmten Reportagefotografien ein ganzes Lebenswerk-Archiv aufgeschlossen wird mit persönlichen Briefen, Zeichnungen, Kontaktbögen, Tagebucheinträgen und den ursprünglichen Bildbeschreibungen, die Werner Bischof seinen Bildern mit auf den Weg in die Redaktionen gegeben hatte. Der an den Schluss gestellte Aufsatz von Fred Ritchin über die Anfangsjahre der Fotografen-Agentur Magnum und die Epoche der »concerned photography« sowie das umfangreiche Glossar ermuntern zwanglos zu weiterem Stöbern, Sichten und Einordnen – lebendige Fotogeschichte.

Fotointern.ch zu Werner Bischof

Musée Elysée: Hommage an Werner Bischof
Ausstellungshinweis in fotointern.ch (19.04.2016)
»Ein Ausstellungschwerpunkt im Musée Elysée ist derzeit die Doppelausstellung über das Lebenswerk von Werner Bischof.«
http://www.fotointern.ch/archiv/2016/04/19/musee-elysee-hommage-an-werner-bischof-am-samstag-30-april-2016

Werner Bischof Retrospektive im Musée Elysée
»Zum 100jährigen Geburtstag von Werner Bischof präsentiert das Musée Elysée in Lausanne eine Doppelausstellung, welche neben den Meilensteinen dieses bekannten Schweizer Fotografen erstmals auch seine frühen Werke zeigt. Die vielen Kontaktbögen seiner Motivstudien dokumentieren seine visuelle Empfindung und seine Arbeitsweise in beeindruckender Weise.«
Ausstellungshinweis in fotointern.ch (21.02.2016)
http://www.fotointern.ch/archiv/2016/02/21/w
erner-bischof-retrospektive-im-musee-elysee
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Werner Bischof Backstory

Verlagsinformation zum Bilder- und Studienbuch
»2016 könnte der berühmte Schweizer Fotograf Werner Bischof (1916–1954) seinen 100. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass erscheint ein grosses Buch, das Leben und Schaffen des fotografischen Zeitzeugen aus einer neuen Perspektive erzählt: Erstmals werden neben vielen der weltbekannten Fotoikonen zahlreiche unveröffentlichte Aufnahmen, Zeichnungen, Briefe und Tagebucheinträge aus dem Nachlass präsentiert. Bischofs Lebensgeschichte, sein fotografisches Credo und die Reiseeindrücke werden somit in seinen eigenen Worten nacherzählt.

Werner Bischof begann als Studio- und Werbefotograf, wandte sich dann aber früh der Natur- und Dokumentarfotograf zu. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bereiste der 29-Jährige Süddeutschland, Frankreich sowie die Niederlande und dokumentierte die existenzielle Not, die ihm dort begegnete. 1949 wurden seine Aufnahmen erstmals in der Zeitschrift Life veröffentlicht, und Bischof trat der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Magnum Photos bei. Ab 1951 war er im Mittleren und im Fernen Osten unterwegs, wo er die Hungersnot in Bihar vor die Augen der Weltöffentlichkeit brachte und im Auftrag von Paris Match als Korrespondent über den Indochina-Krieg berichtete. 1953 machte er sich auf eine grosse Reise durch Nord- und Südamerika auf. Im Mai 1954 verunglückte er tödlich mit seinem Geländewagen in den peruanischen Anden.«
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