Datscha und Stille Post

Sieveking-Verlag
Im Herbstprogramm des Kunstverlags werden zwei Fotobücher vorgestellt: Das fotojournalistische Projekt »Die Datscha. 600 m² Glück« von Evgeny Makarov und das zeitlose Geschenkbuch »Stille Post« von Herlinde Koelbl.
http://sieveking-verlag.de
PDF-Download: Herbstprogramm 2017

Evgeny Makarov: Die Datscha

Die DatschaDie Datscha. 600 m² Glück
Verlagstext: »In einfühlsamen und zugleich schonungslos ehrlichen Aufnahmen entführt der Fotograf Evgeny Makarov den Betrachter in die Welt der Sommer- und Wochenendhäuser der Russen und zeigt uns, dass die Datscha kein russischer Mythos ist, sondern gelebte Wirklichkeit.
Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Datscha stammt aus dem 18. Jahrhundert und war eine »vom Zaren zugeteilte Gabe an Grund und Boden«. Im Laufe der Zeit – nach der Oktoberrevolution und im Zuge der Verstädterung des 20. Jahrhunderts – avancierte die Datscha immer mehr zum Freiheitssymbol des kleinen Mannes, denn ein Grundstück mit Datscha bedeutete in den »Zeiten der Sowjetunion, als das Leben besonders streng durchnormiert war, einen informellen Rückzugsort, in dem andere Regeln galten«. Der Zuschnitt einer Datscha wurde in den 90er-Jahren einheitlich geregelt und betrug 600 m² Land.«

http://sieveking-verlag.de/novitaeten/600-quadratmeter-glueck
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Evgeny Makarov (*1984) wird in St. Petersburg geboren und wandert mit seinen Eltern 1992 nach Hamburg aus. Nach seinem Soziologiestudium in Hamburg studiert er an der Danish School of Media and Journalism. 2015 wird er in die Masterclass von World Press Photo eingeladen. Er wird von der Fotoagentur Focus vertreten.
Lew Rubinstein (*1947) ist ein russischer Dichter, Literaturkritiker, Essayist und Publizist.

Herlinde Koelbl: Stille Post

Herlinde Koelbl:
Stille Post

Verlagstext: »Mit ihrem interkulturellen Fotoprojekt hat Herlinde Koelbl die intimen Momente des Flüsterns und Lauschens mit ihrer Kamera festgehalten. Dazu brachte die renommierte Künstlerin 28 ungleiche Paare zusammen: Frauen, Männer und Kinder aus 16 Nationen, fünf verschiedenen Kontinenten und jeden Alters, darunter auch Prominente wie etwa die Schauspielerin Sunnyi Melles, der Barbesitzer Charles Schumann oder die Moderatorin Amelie Fried.
Sie alle flüstern einander Botschaften zu. Dabei versteht jeder etwas anderes und entscheidet individuell, wie er das Gehörte interpretiert und weitergibt. Auch wenn uns als Betrachtern der Inhalt verborgen bleibt: Die in den Schwarz-Weiß-Fotografien dokumentierten Begegnungen offenbaren Vertrauen, das jegliche Sprachbarriere überwindet, kulturelle Unterschiede aufhebt und eine Kette des Verstehens bildet.«

ISBN 978-3-944874-67-8, 76 Seiten
Verlag: Sieveking Verlag (1. Juli 2017)
Literarische Gattung: Geschenkbuch (DNB)
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Juliet Hacking: Hinter der Kamera

Juliet Hacking: Hinter der Kamera Juliet Hacking:
Hinter der Kamera

38 Lebenswege
Sieveking Verlag, 2015
Aus dem Englischen
304 Seiten, 103 Abb.
ISBN 9783944874272, 39,90 EUR

Das sorgfältig recherchierte Buch wendet sich an eine fotohistorisch interessierte Leserschaft, der anhand von Lebensbeschreibungen – mit einem Hang zum Psychologisieren – das Werk jener 38 Fotografen und Fotografinnen näher gebracht wird, die von der Autorin als bedeutendste Persönlichkeiten der Fotografie ausgewählt wurden.

Juliet Hacking skizziert in diesem akademischen Band das Leben der folgenden Fotografen und Fotografinnen: Ansel Adams, Manuel Álvarez Bravo, Diane Arbus, Eugène Atget, Richard Avedon, Margaret Bourke-White, Bill Brandt, Brassaï, Claude Cahun, Julia Margaret Cameron, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Roy DeCarava, Charles Lutwidge Dodgson, Robert Doisneau, Peter Henry Emerson, Walker Evans, Roger Fenton, Lady Clementine Howarden, Hannah Höch, André Kertész, Gustave Le Gray, Man Ray, Robert Mapplethorpe, László Moholy-Nagy, Eadweard Muybridge, Nadar, Norman Parkinson, Irving Penn, Albert Renger-Patzsch, Alexander Rodtschenko, August Sander, Edward Steichen, Alfred Stieglitz, Paul Strand, Shomei Tomatsu, Edward Weston, Madame Yevonde.

Dr. Juliet Hacking: »Die hier geschilderten Lebensläufe sollen den kunsthistorisch interessierten Leser an einige Vorzüge und Tugenden der Biografie erinnern: Sie ist nicht nur zugänglich und interessant, sie dient auch als Korrektiv zur gegenwärtigen Vorliebe für Chronologien (mit ihrer vermeintlichen Faktizität). Ich hoffe, die Essays werden helfen, die generelle Ansicht zu widerlegen, Biografie sei anti-intellektuell. So bekannt der klassische Aphorismus ars longa, vita brevis (die Kunst ist lang, das Leben kurz) auch ist, wir begreifen das Leben und Werk eines Künstlers heute weniger als Gegensatz, sondern vielmehr als zwei Ebenen, auf denen sie gemeinsam überzeugende Formen schaffen.« (Seite 9)

Juliet Hacking: MA Photography
»Juliet Hacking leitete die Abteilung Fotografie bei Sotheby’s, London, bevor sie 2006 am Sotheby’s Institute of Art in London Studiendirektorin für Fotografie wurde.«
http://www.sothebysinstitute.com
Sotheby’s Institute Bibliothekskatalog: Liberty
http://liberty.sothebysinstitute.com/liberty/main.do

Juliet Hacking: Hinter der Kamera - Bildbeispiele aus dem Buch
Juliet Hacking: Hinter der Kamera – Bildbeispiele aus dem Buch

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