Sonja Herpich: Alltag auf ewig / Fotoausstellung in der Galerie Ingo Seufert

München: Sonja Herpich

bis 09.12.2014 München
Sonja Herpich: Alltag auf ewig

Die Fotoausstellung präsentiert einen Querschnitt fotografischer Arbeiten aus dem ungenierten Abbild der Gesellschaft und der vermeintlichen Schönheit allgegenwärtiger Situationen und Objekte. In einem zumeist typisch bayerischen landschaftlichen Umraum erklärt Sonja Herpich das Hässliche, Nebensächliche oder Langweilige zum eigentlichen Bildgegenstand und bricht auf diese Weise mit Klischees und stereotypen Erwartungshaltungen – und verweist mit subtiler Ironie darauf, dass hier kulturelle Authentizität massiv bedroht ist.

» Die Münchner Fotografin Sonja Herpich (* 1979) wurde durch ihre im SZ-Magazin publizierte Fotostrecke bekannt, in der sie sich als Wiesn-Bedienung jeweils zu Beginn und Ende des Dienstantritts porträtiert hat.

Als Fotografin der Zeitschrift MUH und schlitzohrige Chronistin bayerischer Lebensart ist Sonja Herpich von der Münchner Kunst– und Kulturszene nicht mehr wegzudenken. Ihr fotografisches Werk wird nun erstmals in einer Einzelausstellung präsentiert.«
http://www.ingoseufert.com/ausstellungen/
sonja-herpich-alltag-auf-ewig

Galerie für Fotografie der Gegenwart
Ingo Seufert
Schleißheimer Straße 44
D-80333 München
http://www.ingoseufert.com/ausstellungen

Sonja Herpich: Alltag auf ewig / Fotoausstellung in der Galerie Ingo Seufert
Sonja Herpich: Alltag auf ewig / Fotoausstellung in der Galerie Ingo Seufert

Archiv: Tadao Cern, Comfort Zone
In 24 großformatigen Fotografien erkundet der litauische Fotograf Tadao Cern den Strand als sozialen Ort, an dem das Ausleben individueller Lebensstile umschlägt in stilllebenhaft arrangierte Sittengemälde voller Skurrilität.

»Im Gegensatz zum sonstigen öffentlichen Raum, der unaufhörlich sozialer Kontrolle unterworfen ist, scheinen am Strand sämtliche Regulative und Normen aufgehoben: In seiner Serie ›Comfort Zone‹ dokumentiert der litauische Fotograf Tadao Cern (* 1983) den Strand als Ort, an dem der gängige Schönheitsbegriff und die sonst aufs Peinlichste geschützte Privatsphäre keine Rolle spielen. Die zunächst ohne ihr Wissen beim Dösen fotografierten Sonnenhungrigen haben sich auf ihren bunten Badetüchern einen hermetischen Mikrokosmos errichtet, der sie in ihrer physischen Präsenz unangreifbar macht.

Die unterschiedlichen Modestile von Badetextilien und mitgebrachten Accessoires, die Verrenkungen der Schlafenden sowie die Unterschiedlichkeit der körperlichen Erscheinungen fügen sich dabei zu stilllebenhaften Arrangements und bewirken so eine ästhetische Überhöhung des Strandes und seiner temporären Bewohner. Alltägliches und Besonderes, Gewöhnliches und Kunstvolles, Erhabenes und (unfreiwillig) Komisches verschmelzen zu einem faszinierenden Schaubild menschlicher Lebensstile und Verschiedenartigkeit.«
Text- und Bildquelle:
http://www.ingoseufert.com/ausstellungen/
tadao-cern-comfort-zone

Tadao Cern: Comfort Zone No. 3
Tadao Cern: Comfort Zone No. 3

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